| Bedingt durch die ital. Kolonialzeit, die auch die heute territoriale Einheit entstehen ließ, verfügt Eritrea über ein, wenn auch durch Kriege beschädigtes, relativ gutes Straßennetz. Allerdings existiert keine Allwetterstrasse zwischen dem Assab und der Hauptstadt Asmara. Die Eisenbahnverbindung ist bereits seit 1977 unterbrochen. Der Inlandsflugverkehr wurde mit Gründung einer eigenen Gesellschaft im Jahre 1992 aufgenommen.
Nach dem zweiten Weltkrieg und dem Ende der Kolonialzeit wurde die Frage der weiteren Zukunft des Landes der UNO vorgelegt, die 1950 beschloss Eritrea als autonome Einheit einer Föderation mit Äthiopien zuzuführen. Die Aushöhlung des Autonomiestatus schließlich belebten wieder die Unabhängigkeitsbewegungen und mündete in die Verhängung des Ausnahmezustands über Eritrea im Jahre 1970. Der bewaffnete Kampf um Unabhängigkeit wurde erst 1991 mit der Einnahme Assaba, als letzter von der äthiopischen Armee gehaltenen Stadt, beendet. Grundlage der ländlichen Wirtschaft ist auch heute noch die kleinbäuerliche Landwirtschaft, wobei die Selbstversorgung aufgrund kriegsbedingter Schäden auch heute noch nicht wiederhergestellt werden konnte. Der Außenhandel
besteht weitgehend aus Importen, Exporte sind auch in den nächsten Jahren (noch) nicht zu erwarten. Die derzeitige Wirtschaftspolitik ist tendenziell eher markt- als planwirtschaftlich Orientiert, wobei Banken, Versicherungen, Wasser- und Stromerzeugung sowie der Bergbau unter staatlicher Kontrolle bleiben sollen. Die heutige Innenpolitik ist vom Gedanken einer multi-ethnischen Nation geprägt, die Sprache und Kultur anderer Ethnien respektiert, diese aber nicht Träger kollektiver politischer Rechte sind. Außenpolitik hat sich Eritrea vorrangig auf die arabischen Staaten konzentriert, wo es die notwendige politische und finanzielle Unterstützung fand. |