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| Isfahan - Midan al-Islami |
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Islamische Republik Iran
Jumhuri-ye Eslami-ye Iran
formal nie Kolonie
Fläche: 1,6 Mio. qkm - Einwohner: ca. 68 Mio.
Hauptstadt: Teheran - Einwohner: ca. 12 Mio.
Währung: 1 DM = ca. 1.000 Rial Eines der wichtigsten geschichtlichen Ereignisse zum Verständnis der Islamischen Republik Iran ist die Einführung der Zwölferschia' als Staatsreligion durch Schah Isma'il im 16. Jahrhundert, denn die schiitische Grundorientierung ist einer der wichtigsten Faktoren für das iranische Nationalgefühl und das eigene Selbstverständnis. Nachdem der Iran eine konstitutionelle Monarchie bildete änderte sich das innere Staatsgefüge grundlegend mit der - als eher sozialer und politischer Protests beginnender - Revolution 1977. Der Protest der Geistlichkeit entzündete sich an dem Versuch des Schahs ihren Einfluss einzugrenzen und einen Modernisierungsprozess auf der Trennung von Religion und Staat aufzubauen.
Mit dem Sturz des Schahs 1979, der Rückkehr Khomeinis und dem im selben Jahr stattfinden Referendum kommt es zur Islamisierung des politischen Systems, das auch heute noch über den "Expertenrat" über wesentlichen Einfluss verfügt. Die von diesem Gremium ausgearbeitete Verfassung, 1979 über ein Referendum angenommen. spiegelt in weiten Teilen wichtige Elemente des schiitischen Staats- und Herrschaftsverständnisses wieder. Das Iranische Hochland - von Randketten eingeschlossen und durch einzelne Gebirgszüge abflusslose Hochbecken gegliedert - hat ein durch die Höhenlage z. T. gemäßigtes, subtropisches, kontinentales Trockenklima und wird weitgehend von Wüsten und Steppen eingenommen. Im Landesinneren und in Teheran herrschen heiße Sommer, kalte
Winter mit starken Schneefällen in den nördlichen Landesteilen, (außer am Kaspischen Meer), am Persischen Golf dagegen überwiegt subtropisches Klima. |
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Monats-
mittel in °C |
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Januar |
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April |
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Juli |
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Oktober |
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Dezember |
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| Teheran |
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3 |
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16 |
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30 |
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10,5 |
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6 |
| Kerman |
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5 |
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16 |
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27 |
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16 |
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6,5 |
| Bandar Abbas |
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18,5 |
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26 |
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34,5 |
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30 |
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19,5 |
| Isfahan |
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3 |
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16 |
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30 |
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17 |
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4 |
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| Die wesentlichen Organe im innenpolitischen Prozess sind heute der 12-köpfige Verfassungsrat (Wächterrat) als Kontrollorgan für die Konformität von Gesetzen mit dem islamischen Recht (Schari'a), dem im Februar 2000 neugewählten Parlament (Majlis-e-Shura bzw. Islamische Konsultative Versammlung) mit 270 Mitglieder und im dem der 1997 gewählte Staatspräsident Zayed Mohammed Khatami auf eine breite Unterstützung seiner Politik der Öffnung des Landes bauen kann. Die heutige wirtschaftliche Situation wird durch den Außenhandel mit Erdöl (über 85% aller Ausfuhren) dominiert.
Obwohl auf der diplomatischen Ebene ein Ende der US-Strategie der "doppelten Eindämmung" von Iran und Irak eingeleitet ist - und auch die amerikanische Außenministerin Albright sich Dialogbereit zeigte -, bleibt das D'Amato-Gesetz in Kraft, das der US-Regierung Sanktionen gegen Staaten erlaubt, die Handel mit dem Iran treiben.
Es häufen sich allerdings die Anzeichen, dass sich die USA und Iran annähern und die Kontaktsperre nach mehr als zwei Jahrzehnten fällt. Bereits seit Mitte 2000 gestatten die USA wieder den Import von iranischen Pistazien, Teppichen und Kaviar. Argwöhnisch beobachtet wird die Lockerung von den Europäern und insbesondere den Deutschen, die den iranischen Markt als ihre klassische Domäne betrachten. Bundeswirtschaftsminister Müller spricht "von einer Renaissance unserer wirtschaftspolitischen Beziehungen" und so konnten deutschen Firmen nach der Handelsmesse im Oktober 2000 Aufträge in Höhe von 5 Mrd. DM in ihren Auftragsbüchern vermerken. Auch die iranische Regierung forciert die Beziehungen, benötigt doch allein die Ölbranche dringend wichtige Ersatzteile, denn trotz der hohen Ölvorkommen muss Iran heute schon rund ein Drittel des benötigten Benzins re-importieren, da die eigenen Anlagen
nicht funktionstüchtig sind. |
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