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Große Sozialistische Libysche Arabische Volksdjamahiriya
al-Djamahiriya al-'Arabiya al-Libiya asch-Scha'biya al-Ischtiriakiya al-Uzma
Unabhängig seit dem 24.12.1951
Fläche: 1,78 Mio. qkm - Einwohner: 6,1 Mio.
Hauptstadt: Tripolis - Einwohner: 1,95 Mio.
Währung: 1 DM = rund 0,18 Libysche Dinar (LD) Im Altertum war "Libya" die gängige Bezeichnung für ganz Nordafrika westlich von Ägypten. Der östliche Teil des heutigen Libyen, die Cyrenaica, wurde in der 1. Hälfte des 1. Jtds. V. Chr. von Griechen kolonisiert, wohingegen der westliche Teil, Tripolitanien, bis 200 v. Chr. karthagische Provinz war. Beide wurden allerdings im 1. Jhd. v. Chr. Römisch und bereits 644-647 besetzten die Araber das Land. 1517 wurde Libyen Provinz des Osmanischen Reiches. Im Tripolis-Feldzug (italienisch-türkischer Krieg) 1911/12 besetzte Italien Tripolitanien und die Cyrenaica, eroberten bis 1925 den südlichen Fessan und erwarben 1926 die Oase Djaghabub. Alle diese Gebiete wurden 1934 zur italienischen Kolonie Libyen vereinigt. Im 2. Weltkrieg
eroberten britische Truppen das Land. Italien verzichtete nach dem 2. Weltkrieg 1947, und am 24. 12. 1951 wurde das Land auf Beschluss der UNO selbständiges Königreich. 1969 stürzten Offiziere unter Führung von Oberst Muammer al-Ghadafi die Monarchie.
Libyens Landschaft wird mit einem Anteil von deutlich über 90% durch Hochland und weite Beckenlandschaften mit Fels- und Sandwüsten dominiert. Lediglich kleine Gebiete an der nordwestlichen Küste und einige wenige Oasen bieten bessere Lebensbedingungen. Territorial gliedert sich Libyen in die traditionellen Landschaften Tripolitanien, Fessan, Cyrenaika und die Libysche Wüste auf. Landschaftlich bedingt - und ohne Gewässer versehen, die das ganze Jahr über das Land mit Wasser versehen würden - ist das Klima heiß und trocken. Eine Ausnahme bildet lediglich der schmale Küstenstreifen, der noch die winterlichen Regen des Mittelmeeres erhält. Daraus ergeben sich auch Temperaturen an der
Küste mit einem Jahresmittel von ca. 20°C (Tripolis 19,7°C), und im Binnenland von ca. 25°C. Die Tagesschwankungen sind dabei ausgesprochen hoch und können 25-30°C erreichen, so das Tagesmaxima von 50°C Tagesminima von unter 0°C gegenüberstehen. |
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Monats-
mittel in °C |
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Januar |
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April |
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Juli |
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Oktober |
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Dezember |
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| Tripolis |
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12 |
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19 |
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28 |
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22,5 |
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13,5 |
| Sabha |
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11,5 |
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24 |
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31 |
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24 |
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12,5 |
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| Dem Selbstverständnis der libyschen Staatsführung nach bildet das Land keinen Staat im herkömmlichen Sinne mit einer westlichen Staatsform, sondern es bildet vielmehr eine Organisation des gesamten Volkes, das zur Machtausübung mobilisiert wurde (mit Muammar al Gaddafi als "Führer der libyschen Revolution" an seiner Spitze).
Höchstes Machtorgan ist in diesem Gefüge der einem Parlament ähnlichen Allgemeine Volkskongress, der Entscheidungen zu den wichtigsten Fragen der Politik fällt und grundsätzlich die Funktion der Legislative einnimmt, die Funktionen einen Regierung im weitestgehenden Sinne übernimmt und oberste Verwaltungsinstanz ist. - Politische Parteien sind dabei aufgrund ihrer "undemokratischen Stellvertreterfunktion" nicht erlaubt.
Die Justiz beruht grundsätzlich auf der Schari'a, ergänzt und erweitert durch neue Rechtsnormen und entsprechend den aktuellen Erfordernissen modifiziert. Einerseits gilt Libyen zwar als Entwicklungsland, andererseits verfügt es über nicht unerhebliche Erdöl- und Erdgasvorkommen und eine ebenso florierende Förderung. Da nur max. 2,5% der Fläche als landwirtschaftlich nutzbar gelten können ist Libyen derzeit nicht in der Lage den Inlandsbedarf zu decken. Hinsichtlich der Infrastruktur stößt der Reisende auf ein relativ dichtes und gut ausgebautes Straßennetz (insbesondere an der Küste), die wichtigsten, großen Städte sind durch komfortable Buslinien oder Überlandtaxen miteinander verbunden, nachdem der Eisenbahnverkehr bereits Mitte der
sechziger Jahre eingestellt wurde. Internationale Flughäfen befinden sich in Tripoli, Benghazi und Sabha. Darüber verfügt das Land über weitere kleinere, nationale Flughäfen, die von Libyan Arab Airlines bedient werden. |
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