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| Oman - Vom Seeräubernest zum Ölmulti. |
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Sultanat Oman
Saltanat 'Oman
formal nie Kolonie
Fläche: 210.000 qkm - Einwohner: 2 Mio.
Hauptstadt: Maskat - Einwohner: 250.000
Währung: 1 DM = 0,25 Omanische Rial (OR) Oman kam bereits seit dem Altertum bis in die Zeit des Abbassidenkalifats eine wichtige wirtschaftliche Rolle als Lieferant von Kupfer zu. Diese lebhaften Handelsbeziehungen zu den südmesopotamischen Staaten spiegeln sich beispielsweise in Keilschrifturkunden aus dem 3. Jhts. v. Chr. wieder. In den ersten Jahrhunderten n. Chr. gelang es Kaufleuten und Piraten vom Stamm der Azd die Küstengebiete am Golf von Oman und den Seehandel nach China unter ihre Kontrolle zu bringen. Das Sultanat war zu dieser Zeit also ein klassisches "Piratennest". Seit etwa 300 n. Chr. gehörte der Oman zunächst zum Himyaritenreich, bevor vom 7. bis Anfang des 11. Jhds. zum arabisch-islamischen Khalifat gehörte. 1506 schließlich eroberte die portugiesische Flotte Maskat und errichtete dort und an weiteren Küstenorten Handels- und
Flottenstationen. Die portugiesische Vormachtstellung konnte sich aber lediglich 120 Jahre halten und musste ihren Platz für die Dynastie der Ya'ruba freimachen unter denen der Oman zur bedeutensten Macht auf der Arabische Halbinsel - bis hin zu Insel Sansibar - wurde.
Der neue Herrscher Ahmad Ibn Sa'id begründete 1741 die bis heute herrschende regierende Dynastie der Al Bu Sa'id unter der das Land durch Piraterie und Sklavenhandel sowie dem Handel mit Gewürzen und Elfenbein zu bedeutendem Reichtum gelang und somit auch das europäische Interesse an der Region weckte. Handelsverträge mit der britischen Ost-Indien-Compagnie dienten insbesondere in Maskat der Festigung britischer Interessen. Das Sultanat Oman wird im Nordosten vom bis zu 3.000 m hohen und sich bis auf die Vereinigten Arabischen Emirate erstreckenden Omangebirge (al-Hadjar) durchzogen. Das Klima im Tiefland ist wüstenhaft und geprägt von geringen Niederschlägen, hoher relativer Luftfeuchtigkeit und hohen mittleren Jahrestemperaturen um die 26°C. Erhält
die Küstenstadt Salala noch rund 90 mm Niederschlag im Jahr, so sind die nördlich folgenden Wüstenregionen nahezu niederschlagslos, wohingegen die Niederschläge im Hochgebirge bei bis zu 500 mm liegen können. Der Januar ist mit einem Mittel von 22°C der kühlste und der Juni mit 40°C der wärmste Monat. |