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Islamische Republik Pakistan
Islami Jumhuriayya Pakistan
unabhängig seit dem 14.08.1947
Fläche: 804.000 qkm - Einwohner: ca. 125 Mio.
Hauptstadt: Islamabad - Einwohner: ca. 425.000
Währung: 1 DM = 15 Rupien (RS) Bis zum Jahre 1947 war das Land Teil des Überseeterritoriums Britisch-Indien, bevor die beiden, weit voneinander entfernten überwiegend islamischen, Landesteile zum Staat Pakistan miteinander vereinigt wurden. Die Bengalen, die den Ostteil besiedelten und mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachten, sahen sich von Anfang an, insbesondere in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht, bevormundet. Hinsichtlich des Verhältnisses zu Indien waren die Beziehungen von Beginn an durch Grenzstreitigkeiten belastet und bereits 1948 und 1965 kam es zu militärischen Konflikten im Kampf um die Region des Kaschmir. Die Islamische Republik Pakistan wurde 1956 ausgerufen und bereits zwei Jahre später wurde das parlamentarische System, unter Verbot aller
Parteien, suspendiert. Die 1962 in Kraft getretene neue Verfassung machte den Weg frei für ein Präsidialsystem mit einer Kammer, die beiden Provinzen West- und Ost-Pakistan wurden durch eine jeweils eigene Provinzialregierung regiert. Autonomiebestrebungen des östlichen Landesteils wurden im März 1971 mit Militärgewalt durch West-Pakistan zunächst unterdrückt, doch mittels indischer militärischer Unterstützung gelang es den Ostbengalen im Dezember 1971 den heutigen Staat Bangladesh zu gründen. Der Staat Pakistan umfasst seitdem nur noch das ehemalige West-Pakistan. Erst 1985 wurde das seit acht Jahren bestehende Kriegsrecht, das u.a. auch das Verbot politischer Parteien umfasste, aufgehoben.
Als Reaktion auf die indischen Atomwaffentest Ende der neunziger Jahre führte auch Pakistan im Mai 1998 mehrere solcher Test durch. Mitte des folgenden Jahres kam es im Kaschmir-Konflikt zu erneut zu wiederholten militärischen Zwischenfällen mit Indien. Im Oktober desselben Jahres stürzte das Militär unter Führung von General Musharraf die Regierung Sharif. Das pakistanische Kerngebiet besteht aus der Tiefebene des Indus und seiner Nebenflüsse und geht von dort aus in Richtung Osten allmählich in die Wüstensteppe Thar über. Die Ostiranischen Randketten und die Sulaimankette nehmen den Westen des Landes ein; zwischen den Kettengebirgen liegen mehrere Hochbecken mit Sandwüsten. Im Nordosten erhebt sich das Hochgebirge Karakorum (K 2 oder Mount Godwin Austen 8611 m) und die
nordwestlichen Himalaya-Ausläufer (Nanga Parbat 8126 m). In den Provinzen Sindh und Baluchistan im Süden herrscht Wüstenklima vor, trockenes kontinentales Klima dagegen im Norden (Punjab und NWF-Province). Der Monsun bringt für den südlichen und mittleren Landesteil zwischen Juli und September die Hälfte der Jahresniederschlagsmenge. Von März bis Juni und von September bis Mitte November herrscht z.T. extreme Hitze (bis ca. 50° C) im ganzen Land. Die Wintermonate Dezember bis Februar bringen Tageshöchst- bzw. Tiefst-Temperaturen von 27 / 5 °C (Karachi) und 24 / -5 °C (Islamabad). |