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NEUE SICHTWEISEN AUS DEM LIBANON

Amin Maalouf

Amin Maalouf begann bereits während seines Studiums seine schriftstellerische Karriere als Journalist für arabische und französischsprachige Zeitungen, für die er u.a. weite Teile Asiens bereiste.

Amin Maalouf: Häfen der Levante.

Amin Maalouf: Die Häfen der Levante.

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Mit seinem ersten Buch 'Die Kreuzzüge aus Sicht der Araber' vollzog Maalouf die Wendung zu geschichtlichen Themen. In den Folgejahren wurde er durch zahlreiche Historienromane in Frankreich, in der arabischen Welt und fast zeitgleich auch im deutschsprachigen Raum einem breiten Publikum bekannt.

Die wichtigsten Werke Amin Maalouf's in deutschen Übersetzungen:

Die Häfen der Levante.
8°. 253 S. TB. Suhrkamp Verlag. Ffm. 1999.

Amin Maalouf erzählt die Geschichte von Ossyan Ketabdar, Sproß einer türkischen Familie voller Freigeister. Die leben in Krisenzeiten gefährlich, und so muß auch die Familie Ketabdar nach Unruhen in den Libanon fliehen. Ossyan beginnt ein Medizinstudium in Südfrankreich, wo ihn der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eher ungewollten in die Reihen der Resistance drängt. Im Widerstand lernt er Clara, eine junge Jüdin aus Graz, kennen, deren Familie in den Konzentrationslagern umkam. Nach Kriegsende kehrt Ossyan nach Beirut zurück, wo Clara ihn aufsucht. Sie heiraten und leben abwechselnd im Libanon und in Hafia. Doch 1948 erlaubt der israelisch-arabische Krieg keinen Grenzübertritt mehr. Ossyan gelingt noch die Rückkehr nach Beirut, Clara, die ein Kind erwartet, bleibt in Haifa zurück.

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Samarkand.
8°. 383 S. TB. Suhrkamp Verlag. Ffm. 2001.

Die Welt verliert am Ende der Geschichte beides: das Juwel des Morgen- und den Stolz des Abendlandes, die Titanic. Und die überaus wertvolle Handschrift von Omar Khajjam, einem der bedeutenden Philosophen, Mathematiker und Astronomen des Orients. Doch bis es so weit ist, bis der legendäre Luxusliner in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 mit dem Eisberg kollidiert und das Meer die in einer Goldschatulle verwahrte Kostbarkeit verschlingen kann, verfolgt der Leser in einem atemberaubend spannenden Leseerlebnis die eigentliche Handlung des Romans: das Leben des sagenumwobenen Weisen, seine Liebe zu der schönen Dschahane, seine riskanten Verstrickungen in die Macht -und die Entstehung des »Rubaijat«, dieser sagenhaften Handschrift, der Omar Khajjam im 11. Jahrhundert seine geheimen und gefährlichen Gedanken anvertraute. Wie in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht entführt Amin Maalouf in das alte Persien, entfaltet die exotische, fremde und geheimnisvolle Welt des Orients und führt gleichzeitig in die moderne Welt jener Länder der Seidenstraße, vor deren märchenhafter Kulisse Samarkand spielt.

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Der Heilige Krieg der Barbaren. Die Kreuzzüge aus der Sicht der Araber.
8°. 300 S. Geb. Diederichs. München. 1996.

Amin Maalouf schildert nach Auswertung zeitgenössischer arabischer Chroniken die Kreuzzugsbewegung aus der Sicht der Araber. Er macht die Fassungslosigkeit und das Entsetzen einer hochzivilisierten Gesellschaft angesichts der "barbarischen Invasion" aus dem Abendland deutlich. Damit ermöglicht er dem "westlichen" Leser eine neue Sicht der entscheidenden Phase in der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam. - Für uns eines der wichtigsten Bücher für den arabisch-europäischen Dialog.

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Leo Africanus. Der Sklave des Papstes.
8°. 471 S. TB. Suhrkamp Verlag. Ffm. 2000.

Amin Maalouf erzählt in dieser fiktiven Biographie die Geschichte eines Mekka-Pilgers aus dem Maghreb, der 1518, von Piraten gefangen, Papst Leo X. geschenkt wurde. Der Afrikaner trat in Rom zum Christentum über, kehrte jedoch später in den Maghreb und zum Islam zurück.

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Mörderische Identitäten.
8°. 143 S. TB. Suhrkamp Verlag. Ffm. 2000.

Maalouf beobachtet die mörderischen Auswirkungen von Fundamentalismus und ängstlicher, reflexhafter Ausgrenzung des Anderen. Sein Essay ist ein Appell an Toleranz, Integration und Pluralität.

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Buchtipp

Amin Maalouf: Die Reisen des Herrn Baldassare.
8°. 483 S. Geb. Insel, Frankfurt a. Main 2001.

Amin Maalouf: Die Reisen des Herrn Baldassare.

Am Vor-
abend des Jahres 1666 liegen Furcht und Schreck-
en über Europa. Das »Jahr der Apokalypse« steht bevor, das »Jahr des Tieres«, wie es die Offenbarung des Johannes angekündigt hat. Unruhe breitet sich überall aus, geheimnisvolle Zeichen werden sichtbar, Vernunft und Aberglaube geraten in Streit, neue Messiasse verkünden neue Weisheiten. Der genuesische Kunsthändler und Antiquar Baldassare Embriaco, ein Skeptiker, der den Heils- und Unheils-
verkündungen mißtraut, macht in Gibelet im Libanon gute Geschäfte. Das jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, da ihm ein seltsames Buch in die Hände gerät, jenes berühmt-berüchtigte Buch Der Hundertste Name, von dem nur ein echtes Exemplar erhalten sein soll und in dem angeblich der gesuchte hundertste Name Gottes genannt wird. 99 Namen sind bekannt, aber erst mit dem hundertsten läßt sich das bevorstehende Ende der Welt abwenden. Doch noch bevor Baldassare das Buch lesen kann, verkauft er es an einen französischen Gesandten. Baldassare, dem durch geheimnisvolle Andeutungen und Vorkommnisse die Bedeutung des Buches klar wird, begibt sich auf die Suche.

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