| Als Zentrum der Weltmusik war Frankreich, dem Land in dem sich Radiosender bei der Auswahl ihrer Programme auch einer Sprachquote unterwerfen müssen, bisher nur wenigen bekannt.
Aber gerade auch Faudels neues Album "Samra" beweist, wie schon die Alben seiner Musikerkollegen Cheb Khaled, Rachid Taha oder Sawt el-Atlas, dass sich die französische Metropole zu einem Terrain für Begegnungen zwischen abendländischen, afrikanischen und arabischen Traditionen und Stilen mauserte und insbesondere für die algerische Musik Rückzugsraum und Sprungbrett in die weite Welt wurde. Der sehr charismatische Sänger Faudel, zur jüngeren Generation arabisch-stämmiger Musiker gehörend, in Mantes-la-Jolie (im Umland von Paris) aufgewachsen, gilt heute als der einzige echte Khaled-Nachfolgekandidat. Als seine musikalischen Wurzeln und Vorbilder nennt er Charles Aznavour und die "Grand Dame" des Rai, Chaikha Rimitti. Auf seinem soeben bei Mercury erschienen neuen Album "Samra" schlägt auch er eine faszinierende musikalische Brücke zwischen Orient und Okzident: Der Rai ist auch hier seine musikalische unverkennbare Wurzel, doch einige seiner neuen Chansons gehen mehr in Richtung Pop, wobei er auch Ausflüge in lateinamerikanische Gefilde ("Salsa Rai") unternimmt. Eine der schönsten Gradwanderungen zwischen Tradition und Moderne in diesem Frühjahr! Konzerttermine:
12.04.2002 - Zürich (20:00 Uhr «Im Kaufleuten»)
01.06.2002 - Würzburg (Int'l Afrika-Festival, Mainwiesen) Faudel: Samra.
Mercury (Polymedia/Universal Vertrieb) 2001. |