| Nach über zehn Jahren nach seinem Ausstieg bei den Dissidenten Zeit hat el-Houssaine Kili nun mit 'Safran' ein erstes Album unter eigenem Namen zu veröffentlichen.
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| el-Houssaine Kili beim Bardentreffen 2000. |
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Seit 1984 lebt er halb in Kassel und halb in der alten Heimat Marokko und hat sich dabei seine Identität bewahrt. Wo das Atlasgebirge in die Sahara übergeht ist eines der Stammländer seines Volkes und dorthin entführt er uns mit seinen Songs. Die CD riecht so wie sie heißt ... die Lackierung enthält ein angeblich aus echten Safranblüten gewonnenes Öl. Kili orientiert sich an der traditionellen Musik der Gnawas Südmarokkos - Nachfahren schwarzer Sklaven aus Mali und Guinea - und verbindet diese mit modernen Poparrangements. Im Mittelpunkt seiner Musik steht die Gembri, eine dreiseitige Bassgitarre, die zugleich Rhythmus- und Melodieinstrument ist. Kili mag keiner großer, dafür aber um so
eindringlicher Sänger sein, wenn er im heimischen Idiom mal hymnisch, mal offensiv Gerechtigkeit und Spiritualität beschwört. Nuancierte Oud- oder Violinensolos erinnern vereinzelt an Kaffeehaus-Atmosphäre. "Kili, schon in den Achtzigern festes Mitglied der Dissidenten, zaubert einen elektrisierenden Mix aus eingängigem Arab-Pop, aus den Melodien der Berber Südmarokkos und den Zeremonien der schwarzen Gnawa-Minderheit, deren Trance-Rhythmen stets durchs kompakte Arrangement durchschimmern." - (Rolling Stone 07/1999). |