| Der Himalaya - grandiose Landschaften, faszinierende Kulturen, uralte Heiligtümer und das vielgestaltige Brauchtum seiner Bewohner beleuchtet Weihreter in allen Facetten.
Bereits Mitte der siebziger Jahre ist es dem Autor gelungen seine erste Reise mit einer Sondererlaubnis in den indischen Teil des Westhimalaya und nach Westtibet zu unternehmen - in ein damals noch verschlossenes Land, das seine Grenzen für Fremde erst im Jahre 1993 öffnete. Weihreter gelingt es so manchen Schleier dieser bis heute geheimnisvollen, fazinierenden Region zu lüften: Die versunkenen Königreiche Brahmapura, Rampur-Bashar, Guge und Purang hinterließen eindrucksvolle Zeugnisse ihrer einstigen Macht. Der Autor nimmt uns zusammen mit den letzten Hindu-Nomaden mit zu seinem Vorstoß über gefährliche Gletscher in verlassenen Hochtälern, in denen heute nur noch Ruinen von einer großen Vergangenheit künden. Entlang des geheimnisvolle Kinnaur reist er weiter nach Westtibet zum Besuch der Ruinenstädte Tholing und Tsaparang. Auf
gefährlichen Pfaden wird man tief in die zerklüfteten Falten der Bergriesen geführt, wo man auf längst verschwunden geglaubte Kulte trifft: Schamanismus und Orakelwesen haben dort noch ihren festen Platz im Denken der Menschen. Hans Weihreter, bereits mit höchstprofilierten Titeln zur Region - erinnert sei nur an seine fundamentales (leider vergriffenes) Werk "Schmuck aus dem Himalaya" - hervorgetreten, bereist seit etwa 26 Jahren zahlreiche Länder Asiens. Viele Jahre zog er mit Nomadenstämmen und Handelskarawanen durch die abgelegenen Wüsten und Hochgebirge Irans, Afghanistans und des Himalaya, lernte die vielschichtigen Zusammenhänge archaischer Gesellschaftsformen vorzüglich kennen und dank seiner großen Landeskenntnisse konnte er Zugang zu sonst nur schwer erhältlichen Informationen erhalten. Ein in Bild und Wort faszinierendes, prachtvoll ausgestattetes Buch. Hans Weihreter: Westhimalaya. Am Rande der bewohnbaren Erde.
4°. 272 S., 252 farb. u. 71 s/w-Abb. OLn. m. SchU.
Akadem. Druck- u- Vlg., Graz 2001. |