| Wer kennt sie nicht aus dem Fernsehen, Herbert Feuersteins Reisen? Die alten Folgen werden in lockerer Reihenfolge in den dritten Programmen wiederholt und neue sind in Vorbereitung.
Was liegt da näher als in der Zwischenzeit ein Buch mit Hintergrundinformationen zu den Reportagen herauszubringen. Dies ist oftmals ein billiges Marketingmittel um ohne große Kosten noch ein wenig mehr Umsatz zu erzielen. Nicht jedoch so bei Herbert Feuerstein. Vier Stationen seiner Reisen werden hier noch einmal Revue passiert, Alaska, die Südsee, Arabien und Mexiko. Nach Feuersteins Aussage, sind Reisen der einzige Luxus in seinem sonst kargen Leben. Und dass der WDR die Kosten dafür übernimmt erspart ihm das Schicksal eine bösartige, alte Milliardärin zu ehelichen. Mit einem großen Ziel, kleinem Gepäck und wenig Vorbereitung untersucht Feuerstein ob es Fata Morganas wirklich gibt, oder eine Erfindung der
Tourismusämter sind. Er berichtet aber auch von den Schwierigkeiten, die z.B. Filmarbeiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten machen, wo die Sittenwächter auch in leeren Filmdosen frivole Szenen vermuten. Nebenbei philosophiert er noch über den dramatischen Arabermangel in den Emiraten. Das satirische Buch verleitet zum Schmunzeln, aber auch zum lauten lachen. Doch neben all den Scherzen bringt Feuerstein dem Leser auch die Kultur der besuchten Länder ein wenig näher. Eine Fortsetzung ist geplant. Herbert Feuerstein: Feuersteins Reisen. Nach Alaska, Vanatu, Arabien, Mexiko
8°. 206 S. Haffmans Verlag, Zürich 2000. |