| Jeremy Seal zieht die Geschichte eines ganzen Volkes aus dem Hut.
Täglich liest man über die Türkei in der Presse. Dieses Land gewissermaßen vor unserer Haustür, das zwischen Mittelalter und Moderne, zwischen Fundamentalismus und Demokratie schwankt, geht uns alle an, denn es wird unsere Zukunft mitprägen. Die Geschichte der modernen Türkei und die Türkei heute sind die Themen dieses sehr persönlichen Reiseberichts eines neugierigen und gescheiten Autors, der voller Informationen, Anekdoten und literarischer Highlights steckt. Jeremy Seal zieht die Geschichte eines ganzen Volkes aus dem Hut: Die Suche nach dem Verbleib des Fez ist der rote Faden, der Seal durch die Türkei abseits der Touristenrouten führt. Der Fez, der 1826 den Turban ablöste, wurde zu einem Symbol einer selbstbewußten Nation. 1925 verbot ihn Atatürk
unter Androhung schärfster Strafen als unpassend rückständig für ein modernes Land. Homburg, Panamahut, Melone und Mütze blieben dennoch ungeliebt. Und waren unpraktisch beim Gebet. Jeremy Seals Reise ist ein Abenteuer. Er, der selbst lange in der Türkei gelebt hat, spricht die Sprache und kennt die Mentalität der Menschen - trotzdem ist er nicht gefeit gegen peinliche Mißverständnisse. »Sehen Sie sich den Fez genauer an, und Sie werden in seiner Geschichte alle Probleme der modernen Türkei finden - ein spannendes Buch.« The Times Jeremy Seal lebt in Südengland und schreibt Reisefeuilletons für Zeitungen und Zeitschriften, beispielsweise für den Daily Telegraph, The Times und die
Sunday Times. Zuvor hat er längere Zeit in der Türkei als Lehrer gearbeitet. Jeremy Seal: Der Fez.
Eine Reise durch die Türkei auf der Suche nach einem Hut.
Aus dem Englischen übersetzt von Joachim Kalka.
8°. 340 S. Geb. Klett-Cotta, Stuttgart 1998. |