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Auch heute noch regt kaum ein anderes Land die Phantasie und Sehnsucht so vieler Menschen im Westen an, wie das geheimnisvolle, sagenumwobene sich hinter den wolkenverhangenen Gipfeln des Himalaya verbergende Tibet.
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© Amt der NÖ Landesregierung
Schloss Schallaburg |
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Panoramafotos, Licht- und Klanginstallationen ermöglichen es in eine fremde Welt einzutauchen.
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Auf der einen Seite ist uns Tibet seit seiner Öffnung für den Tourismus scheinbar näher gerückt, doch auf der anderen Seite ist gerade das alte Tibet mit seiner unverfälschten und traditionellen Kultur und Geisteswelt für Europa weiter enfernt denn je.
Einen Einblick in die traditionelle Kultur und Lebensweise Tibets zu vermitteln ist die Absicht des Wiener Ethnologen und Kunsthistorikers Dr. Gerhardt W. Schuster, der mit seinem vielschichtigen und lebendigen Ausstellungskonzept schon im Jahr 2001 in Österreich sehr erfolgreich war und mit einer ähnlich konzipierten Tibet-Ausstellung auf der Schallaburg in Niederösterreich sehr viele Besucher begeistert hat. Für den Lokschuppen ist in enger Zusammenarbeit zwischen dem Kurator Dr. Schuster, dem Ausstellungsgestalter Michael Quest und dem Team der Veranstaltungs- und Kongress GmbH eine noch aufwändigere Erlebnisausstellung entstanden.
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© Amt der NÖ Landesregierung
Schloss Schallaburg |
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In opulent gestalteten Themenräumen werden wichtige Aspekte tibetischer Kultur vorgestellt.
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Den Ausstellungsmachern ist es gelungen weit über 800 Exponaten aus 10 europäischen Museen und ebenso vielen bedeutenden Privatsammlungen zu versammeln, die die faszinierende, heute weitgehend zerstörten Hochkultur des alten Tibet, in einem atemberaubenden Panorama dokumentieren. Der Bogen der Ausstellungsthemen spannt sich von der Lebensform der tibetischen Nomaden über die Ernährungsgrundlagen der Tibeter bis zur traditionellen Kleidung und das bei den Tibeter/innen so ausgeprägte Schmuckbedürfnis. Auch so wichtige Charakteristika traditioneller tibetischer Lebensweise wie Magie, Astrologie und Orakelwese werden durch besonders seltene und faszinierende Exponate illustriert.
Dank der einmaligen Fülle an ausgestellten Exponaten und Kultobjekten wird es dem Besucher ermöglich, die dichte, ja mystische Atmosphäre eines tibetischen Tempels einzufangen: beisielsweise in einem originalgetreu gestalteten Tempelraum, gesäumt von Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert. Im Inneren eines begehbaren Mandala thront in der Mitte Tschenresig, der Bodhisattva des grenzenlosen Mitgefühls und Schutzgott von Tibet. Darüber hinaus werden weitere wichtige Aspekte der tibetischen Kultur wie z.B. Magie, Astrologie und Orakelwesen in prachtvoll ausgestatteten Themenräumen präsentiert.
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© Ausstellungs-
zentrum Lokschuppen Rosenheim |
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Besonderes Augenmerk wurde auch der Lebenswelt der buddhistischen Mönche geschenkt, deren Alltag und religiöse Zeremonien durch zahlreiche Exponate illustriert werden.
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Die vielfältige Schrift- und Buchkultur des alten Tibet bildet einen weiteren Höhepunkt der Ausstellung. Prachtvoll geschnitzte und vergoldete Buchdeckel und kostbar illustrierte Handschriften aus den einzigartigen Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek in München legen ein beredtes Zeugnis für die große Verehrung ab, die in Tibet allem Geschriebenen, insbesonders aber den heiligen Schriften des Buddhismus, zu allen Zeiten entgegengebracht wurde. Die sogenannte "Schatzkammer tibetischer Kunst" rundet die Schau ab und zeigt die wertvollsten Exponate der Ausstellung.
Dabei wird deutlich, dass die Kunst Tibets, welche vor allem durch den Tibetischen Buddhismus bestimmt war, zu den bedeutenden Kultur- und Geistesschöpfungen der Menschheit zählt.
Den Abschluß der Ausstellung bilden die zahlreichen religiösen Feste Tibets, vor allem die magischen, auf vorbuddhistische Wurzeln zurückgehenden Cham-Tänze, die durch ungemein eindrucksvolle Tanzmasken vorgestellt und durch einen parallel dazu laufenden Videofilm in Aktion gezeigt werden. Im Medienraum wird zusätzlich der Film "Tibet - Leben auf dem Dach der Welt" vom Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) gezeigt.
Zur Ausstellung "Geheimnisvolle Welt des Alten Tibet" erscheint nicht nur ein großformatiger, opulent gestalteter Katalog mit über 200 farbigen Abbildungen sondern dieser wird darüber hinaus durch ein Begleitbuch zur Ausstellung mit dem Titel "Das Alte Tibet - Geheimnisse und Mysterien" von Dr. G. Schuster, dem wissenschaftlichen Leiter der Ausstellung, ergänzt.
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