| Die Ausstellung nähert sich dem "wilden Land am Hindukusch" auf eine ungewöhnliche Weise.
"Die tiefe Krise und Zerrissenheit des Landes haben vor dem Hintergrund unermesslichen Kriegsleidens schöpferische Impulse freigesetzt, die zu einer phantasiereichen "Kunst im Widerstand" anregten. Im Rahmen der gewöhnlichen Volkskunst sind etwa seit Mitte der 1980er Jahre außergewöhnliche Teppiche mit Motiven von Krieg und Frieden geknüpft worden, denen die Autoren (...) nachspüren." (Aus der Einleitung) Im folgenden zeigen Ausstellung und Begleitpublikation - letztere mit ganzseitigen Abbildung der Objekte - die Begegnung von Kindern mit dem Krieg über Teppichmotive, nebst der Herkunft der Teppiche, Form und Stil bis hin zu Gebrauch und Marktorientierung. Vorausgeschickt wird ein Kapitel von Jürgen W. Frembgen,
Leiter der Orientabteilung am Völkerkundemuseum, zur Volkskunst in Afghanistan und dem sogenannten Bilderverbot im Islam. Dr. Jürgen Wasim Frembgen ist seit 1987 Leiter der Orient-Abteilung am Staatlichen Museum für Völkerkunde in München. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Volksislam, zur Religions- und Sozialethnologie, zur Kunst und Kulturgeschichte des islamischen Orients. Jürgen Wasim Frembgen und Hans Werner Mohm: Lebensbaum und Kalaschnikow. Krieg und Frieden im Spiegel afghanischer Bildteppiche.
8°. 151 S., zahlr. s/w- und farb. Abb. Geb. Gollenstein Vlg. Bliesk 2000. » bei Amazon.de bestellen |