| Nach jahrelanger Renovierung hat das Staatliche Museum für Völkerkunde in München seine Dauerausstellung in komplett neu konzipierter Form wiedereröffnet.
Im Mittelpunkt steht unter anderem der Bereich der plastischen Kunst mit Masken und Figuren. Entgegen "herkömmlichen" Präsentationen orientieren sich die Ausstellungsmacher nicht an regionalen oder ethnischen Gliederungsansätzen, sondern stellen einzelne Themen anhand der Objekte aus, wobei die ältesten Stücke aus dem 16. und 18. Jahrhundert stammen. Ein Höhepunkt der Präsentation bilden Fang- und Kota-Reliquien, Zaberfiguren aus dem unteren Kongo, Ahnenfiguren der Luba und Tabwa sowie Werke der Gebrauchskunst der Guro und Baule. Ein Katalog stellt die Meisterwerke afrikanischer Kunst des Museums für Völkerkunde, München ausführlich und Bild und Wort dar. Auf die Schatz- und Wunderkammern der
bayerischen Herzöge zurückgehend und durch die rege Sammlertätigkeit vieler Generationen von Ethnologen und Forschungsreisenden vermehrt, verfügt das Museum über eine Vielzahl von Stücken aus dem Alten Afrika, von denen in diesem Band die 230 wichtigsten wiedergegeben und kenntnisreich kommentiert werden. Maria Kecskesi: Kunst aus Afrika.
Museum für Völkerkunde München.
4°. 238 S., zahlr. z.T. ganzs. farb-. u. s/w-Abb. OLn.
Hirmer Verlag 1999. » bei Amazon.de bestellen |