| Meisterwerke islamischer Kunst - wieder vereint auf der Museumsinsel nach der Neuordnung der Berliner Museumslandschaft.
Der Bildführer stellt die rund 150 bedeutensten Werke aus der neueröffneten Ausstellung vor. Obwohl die Stücke aus ganz unterschiedlichen Ländern stammen und unterschiedlichste Lebensbereiche islamischer Kultur repräsentieren vermögen diese einen guten Überblick über die Entwicklung islamischer Kunst vom 7. bis zum 19. Jahrhundert zu geben. Abgedeckt werden somit tausend Jahre islamischer Kunstentwicklung. Die Austellungsstücke - gruppiert um das frühislamische Khalifenschloß Mschatta (Jordanien) stammen einerseits aus den Ländern des Vorderen Orients, aus Ägypten und der Türkei sowie aus Iran Mittelasien und Indien. Aber auch die ehemals zum islamischen Einflussbereich gehörenden Regionen Europas - Sizilien und Andalusien - sind vertreten.
Die meisten der ausgewählten Werke entstammen dem Milieu der Hofe und wohlhabenden Städter, denn diese schätzten aufwendig gestaltete Gebrauchsgegenstände und in diesem Umfeld konnten neue Dekorationsverfahren entwickelt werden: Seien es aufwendig gearbeitete Keramiken, geschliffenes oder emailliertes Glas oder hochwertige Metallarbeiten. Lebhafte Farben zeigen sich in den Orientteppichen des 15. bis. 17. Jahrhunderts ebenso wie in den Wandvertäfelungen städtischer Bauwerke. Die Minaturmalerei wird durch erlesene Figurszenen repräsentiert, einen Eindruck in aufwendig kalligraphierte Handschriften gewinnt man durch die vorgestellen Qur'an-Handschriften. Staatliche Museen zu Berlin (Hrsg.): Museum für Islamische Kunst.
8°. 200 S., 159 Farb- u. 6 s/w-Abb.
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