| Shirin Neshat versteht nach eigenen Worten ihre Arbeiten "als bildlichen Diskurs zum Thema Feminismus und zeitgenössischer Islam". Die Hamburger Kunsthalle zeigt erstmals in Deutschland einen Überblick über das Werk der heute in New York lebenden Künstlerin.
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| Video/Sound-Installation "Fervor", schwarz-weiss, 2000 (Katalogcover). |
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Shirin Neshat für ihr Kunststudium nach Kalifornien - als sie 1990 wieder ihre Heimat besuchte, fand sie ein völlig verändertes Land vor. Mit kritischer und emotionaler Kraft berichtet sie in ihren Foto- und Videoarbeiten sowohl von der kulturellen, sozialen und politischen Situation Irans als auch von westlichen Sozial- und Kulturnormen. Sie eröffnet somit auf neue Art und Weise einen Dialog der Kulturen. Die Ausstellung, die zuvor in der Kunsthalle Wien und an der Londoner Serpentine Gallery gezeigt wurde, präsentiert erstmals einen Überblick über das Werk der 1957 geborenen Künstlerin.
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| Passage 2001. (Katalogcover). |
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Im Zentrum stehen drei große Videoinstallationen, u.a. die Anfang dieses Jahres in Marokko gedrehte Videoinstallation "Fervor". Neshat arbeitet in ihren Arbeiten mit starken schwarzweißen Kontrasten, so tritt das grafische Element entsprechend hervor wie beispielsweise bereits in jenem Projekt, das sie bekannt gemacht hat: "Women of Allah" (1993 bis 1997). Das Publikum sieht Frauen im Tschador, manche mit einem Gewehr in den Händen, ruhig in die Kamera blickend - wie geheimnisvolle Wesen aus einer anderen Welt, versehen mit kalligraphischen Gedichten unbekannter persischer Autorinnen. Neshat möchte nicht erklären, sie stellt Fragen und beantwortet diese nicht. Dem Besucher soll es selbst überlassen bleiben das Gesehene und seine eigenen Eindrücke zu interpretieren. Shirin Neshat: Two
Installations.
Quer 8°. 56 S. zahl. Abb. OKart. Wexner Center for the Arts 2001. » bei Amazon.de bestellen Faraneh Milani: Shirin Neshat.
Quer 8°. 80 S. 68 Abb. davon 21 farb. u. 9 Duotone. Charta 2001. » bei Amazon.de bestellen |