| Zwei der ältesten Städte der Menschheitsgeschichte - Damaskus und Aleppo - präsentieren sich in dieser Ausstellung und laden zur Entdeckung von 5000 Jahren städtebaulicher Entwicklung ein.
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| Damaskus, Straßenbild um 1922. |
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Die Ausstellung gibt darüber weit hinaus aber nicht nur einen Überblick über die kulturhistorische Entwicklung, einen Einblick in die derzeitigen Bemühungen, insbesondere im Hinblick auf laufende Projekt zur Rettung der Altstadt Aleppos, und einen Ausblick über mögliche künftige Lösungen, die die Prozesse der Stadtentwicklung mit denen der Stadtsanierung in Einklang zu bringen vermögen. Die syrische Hauptstadt - man mag es heute kaum zu glauben - ist dank ihrer Lage am Antilibanon und der Versorgung mit Wasser durch den Fluss Barada eine der größten Oasenstädte der Welt. Einen Höhepunkt seiner Entwicklung erlebte Damaskus bereits zu Zeiten der Römer, bevor die Stadt unter der
Kalifendynastie der Omayyaden lange Hauptstadt eines Reiches war das sich vom Atlantik bis zum Indus erstreckte. Von den Omayyaden zeugte heute beispielsweise die Große Moschee im Stadtzentrum.
Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte ein erneuter Bauboom, es entstanden u.a. luftige Stadtpalästen (z.B. Qasr al-Azm). Dieser Boom setzte sich bis heute fort und ließ Damaskus zur 5 Mio. Metropole anwachsen. Die unterschiedliche Entwicklung Aleppos hingegen ist auch heute noch offen sichtbar: Die Stadt stand bereits seit dem Römischen Reich im Schatten der syrischen Hauptstadt. Allerdings stieg Aleppo mit Beginn des 13. Jhds. zu einer der bedeutendsten Handelsmetropolen in der Region auf, wovon auch heute noch der gewaltige überdachte Suq zeugt. Es entstanden Bauwerke in hellem Kalkstein in einer klaren architektonischen Sprache die auch heute noch die Stadt nicht nur sehenswert, sondern auch einmalig machen. Somit geht die
Ausstellung auch ganz neue Wege. Die bisherigen großen Syrien-Ausstellungen wie "Land des Baal" (1982/83) oder "Syrie - Mémoire de Civilisation" (1993) konzentrierten sich stark auf das syrische, also das nördliche, Mesopotamien.
Archäologisch-historisch aufgebaut war die Ausstellung "L'Eufrate et il tempo" und ausschließlich christlichen Hinterlassenschaften war die österreichische Ausstellung "Von den Aposteln zu den Kalifen" (1993/94) gewidmet. Erste andere Schritte ging die erfolgreiche Ausstellung des Lindenmuseums "Syrien - Mosaik eines Kulturraumes" (1991) welche u.a. auch die traditionellen nomadischen, bäuerlicher aber insbesondere auch städtischen Kulturzeugnisse beleuchtete. Einen Höhepunkt seiner Entwicklung erlebte Damaskus bereits zu Römischer Zeit, bevor die Stadt unter der Kalifendynastie der Omayyaden lange Zeit Hauptstadt eines Reiches war das sich vom Atlantik bis zum Indus erstreckte. Von den Omayyaden zeugt heute beispielsweise die Große Moschee im Stadtzentrum. Ende des 19. Jahrhunderts
erfolgte ein erneuter Bauboom, es entstanden u.a. luftige Stadtpalästen (z.B. Qasr al-Azm). Dieser Boom setzte sich bis heute fort und ließ Damaskus zur 5 Mio. Metropole anwachsen. Die unterschiedliche Entwicklung Aleppos hingegen ist auch heute noch offen sichtbar: Die Stadt stand bereits seit dem Römischen Reich im Schatten der syrischen Hauptstadt. Allerdings stieg Aleppo mit Beginn des 13. Jhds. zu einer der bedeutendsten Handelsmetropolen in der Region auf, wovon auch heute noch der gewaltige überdachte Suq zeugt. Es entstanden Bauwerke in hellem Kalkstein in einer klaren architektonischen Sprache die auch heute noch die Stadt nicht nur sehenswert, sondern auch einmalig machen. Fansa, Gaube, Windelberg: Damaskus - Aleppo.
5000 Jahre Stadtentwicklung in Syrien.
4°. 535 S., zahlr. s/w u. farbig Abb. OKart.
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