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Wenn auch nur gerade mal so groß wie Kärnten oder halb so groß wie das Bundesland Hessen, so verfügt der Libanon über ein reiches kulturelles Erbe, das auch durch Erklärung zum Weltkulturerbe durch die UNESCO gewürdigt wurde.
Im Hinblick auf seine landschaftliche, kulturelle und historische Vielfalt kann der Libanon zu einer der reichsten Regionen des Nahen Ostens gerechnet werden.
Balbek. Majestätische Tempelbauten: Die Ruinen von Baalbek, deren Grundstein vor rund 4.000 Jahren gelegt wurde, also bereits bevor die Stadt römische Kolonie und bedeutendes Handelszentrum wurde, zählen aufgrund ihrer Ausmaße zu den gewaltigsten Tempelanlagen die im Vorderen Orient je erbaut wurden. Allein der kleinste Tempel von Baalbek, der Bacchustempel, ist größer als die Akropolis von Athen. Die Überreste des Jupitertempels, einst gestützt von 52 Säulen, mit seinen sechs Säulen ist zum Wahrzeichen für den Libanon geworden.
Anjar. Relikte einer alten Omayyadenstadt. Die im 7. Jahrhundert n. Chr. errichtete Festung der Omayyaden-Khalifen al-Walid, aus Damaskus, der von 710 bis 715 n. Chr. regierte, besteht aus vier großen Bauwerken mit Eingangstor und Türmen.
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Die Ruinen der frühislamischen Khalifenstadt Anjar.
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Die einzelnen Tore des Khalifenpalastes sind durch rund 20 Meter breite Strassen verbunden, die Anjar nach allen Himmelsrichtungen hin durchziehen und die Stadt in vier Bezirke aufteilt.
Archäologen haben mittlerweile eine vollständige Stadt mit Moscheen, Geschäften und den dazugehörigen Befestigungsanlagen freigelegt.
Byblos. Heimat des phönikischen Alphabets. Die Umfassungsmauern mit ihren zwei Toren, mehrere Tempel und Königsgräber erinnern auch heute noch an die einstige Bedeutung dieser bedeutenden Hafen- und Handelsstadt. Ausgrabungen der jüngsten Zeit förderten unermessliche Kunst- und Kulturdenkmäler aus sechs Jahrtausenden zutage. Viele davon können - falls nicht vor Ort - im Beiruter Nationalmuseum besichtigt werden.
Tyros. Neben Sidon die wichtigste Handelsstadt Phönikiens. Das phönikische Sor (heute Sur) mit seinen beiden gutgeschützten Häfen entstand ursprünglich auf einer küstennahen Felsinsel.
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Tyros im Süden des Libanon, einst wichtigste Handelsstadt.
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Unter König Hiram I. erlebte die Stadt, Ausgangspunkt zahlreicher Koloniegründungen, ihre Hochblüte und zählte zu den berühmtesten und reichsten Städten der damals bekannten Welt bevor sie um 572 v. Chr. von Nebukadnezar zerstört wurde und rund 240 Jahre später in die Hände Alexander des Großen viel.
Auf dem riesigen Ausgrabungsgelände bieten sich dem Besucher zahlreiche Beispiele einer überwältigenden Architektur dar. Beeindruckend sind eine gut erhaltende gepflasterte Landstraße, überspannt von einem prächtigen Triumphbogen, Granitsäulen, eine Nekropole mit Hunderten von Gräbern, darunter auch kostbare Marmorsarkophage und ein Aquädukt aus römischer Zeit; ein griechisch-römisches Hippodrom von 500 Metern Länge, wo rund 30.000 Menschen den Wagenrennen zusehen konnten.
Ouadi Qadisha und Horsh Arz el-Rab. Zedern - Wahrzeichen des Libanon. Die ehemals riesigen Zedernwälder bildeten über Jahrtausende hinweg einer der wichtigsten Grundlagen für den Reichtum der Hochkulturen im Libanon.
Schon König Salomon wusste um die Qualität des Zedernholzes und ließ seinen Tempel und Palast damit bauen, die Pharaonen nutzten es zum Bau ihrer Sonnenboote und Sarkophage. Von den ehemals gewaltigen Forstbeständen, sind allerdings nur noch etwa 1000 Zedern übrig - manche davon über 1500 Jahre alt und von beträchtlicher Größe und Schönheit.
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